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ALERIA
Außergewöhnliche Städte und Dörfer
Aleria - Côte Orientale
 
Aléria liegt in der östlichen Ebene von Korsika, die gelegentlich auch mit dem Namen der Stadt bezeichnet wird. Hier ist der Schnittpunkt der beiden Nationalstraßen N 200 und 198. Die Gemeinde dehnt sich aus auf den landwirtschaftlichen Flächen der Umgebung, der Wasserfläche von Teppe Rosse im Westen, dem See von Diana im Nordosten und die Strafvollzugsanstalt von Casabianda im Südosten. Durch sie hindurch fließt der Tavignanu, der hier sein Ziel - das Meer - erreicht. Der Marktflecken "U Cateraghju" überragt den Fluss leicht.

Die Ausgrabungsstätte von Aléria besteht aus Überresten der vorrömischen Gräberstadt, der römischen Villa und der antiken römischen Stadt, die seit 1965 wieder vollständig restauriert ist. Hierbei handelt es sich um das erste antike korsische Ensemble: Forum, Säulenhalle, Tempel, Nymphe, Wohnhäuser und Geschäfte, medizinische Bäder und Mosaike, Handwerksbetriebe, öffentliche Straßen... Viele Objekte wie Mobiliar, Keramiken, Münzen, Skulpturen und Bronzearbeiten finden sich heute allerdings im Museum Jérôme-Carcopino.

Die Kirche Saint-Marcel wurde als erste während des ersten Jahrtausends in Korsika gebaut, zerstört und wieder errichtet, und das mehrere Male, indem man die Steine der ersten römischen Stadt "recycelte".

Die Überreste des alten Genueser Diana-Turms sind noch heute zwischen Küste und See der Diana zu sehen.

Die Domäne von Casabianda (südöstlich) erstreckt sich über 1800 ha. Sie ist heute zu einem Naturreservat mit einer Strafvollzugsanstalt mittendrin geworden. (Dies ist ein Modellfall für die Wieder-Eingliederung von Straftätern durch Landarbeit im offenen Vollzug).

Die Bastion von Matra steht auf einem Felsvorsprung im Norden des Plateaus von Aléria und überragt den Fluss Tavignanu und die umliegende Ebene. Das Genueser Festungswerk wurde 1484 gebaut und war als Wache der Küste und der Seen als genuesisches Waffendepot konzipiert. Die Notwendigkeit hierfür ergab sich aus den Plünderungen der Rebellen der korsischen Revolte von 1729. Am 12. März 1736 betrat Théodore de Neuhoff, bereits zum König von Korsika ausgerufen, korsischen Boden und wurde hier feierlich empfangen. Schließlich brachte die Matra-Besatzung diesen Stützpunkt in ihren Kampf gegen die Regierung von Pascal Paoli mit ein.
Diese Festung beherbergt heute das archäologische Museum von Aléria. 1962 bereits als historisches Monument klassifiziert, nahm es 1969 den Namen des korsischen Wissenschaftlers Jérôme Carcopino an, zugleich der Zeipunkt der Wiederaufnahme der Ausgrabungen. Nahezu 8000 Jahre der Geschichte sind hier präsent. Die ältesten Objekte stammen aus dem 5. Jh. v. Chr. und die jüngsten aus dem 5. Jh. nach Beginn unserer Zeitrechnung. Die prähistorischen Überreste wie griechische, etruskische und römische Keramiken, Schmuckelemente, Gebrauchs-Gegenstände und Waffen, die hier gefunden wurden, sind von größter Bedeutung für die Altertumsforschung für das antike Korsika.


Themes :
> Stadt, Dorf, Viertel

Informationen :
ALERIA
20270  Aleria




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GPS : 42°6'10'', 9°30'43''



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