Neue Erfahrungen im Gebiet von Ostkorsika
Ob Produzenten, natürliche Sehenswürdigkeiten, Kunsthandwerker oder Inhaber touristischer Unterkünfte – alle engagieren sich gemeinsam für eine Exzellenzstrategie, indem sie korsische Qualitätsprodukte und das korsische Savoir-faire fördern. Das sind die Schätze, die es auf ganz Korsika zu entdecken gilt. Ich entscheide mich für eine kleine Entdeckungsreise im Osten Korsikas! Mein Programm besteht aus dem Besuch eines Weinbergs, einer Obstplantage, aus ein bisschen Kultur mit einem Museumsbesuch und zum Abschluss einem Abendessen mit Übernachtung in einem Gästezimmer.
Mein Besuch führt mich zunächst nach Aléria, zum Clos Canereccia (U Chjosu Canereccia). In diesem Weingut von Christian Esteve wird Weinausbau in Amphoren betrieben und es werden Bio-Weine hergestellt. Dionysos ist hier überall vertreten: an den Wänden des Kellers und in den Räumen, die die Geschichte dieses „göttlichen Getränks“ von der Römerzeit bis in die Gegenwart nachzeichnen. Der Eigentümer des Clos hat sich für einen Tourismus entschieden, der Identität, Kultur und Geschichte vereint. Es ist Christian Esteve gelungen, seinem Weingut eine prägnante Persönlichkeit zu verleihen! Ich entdecke die Geschichte der Bankette in der Zeit der Etrusker und Römer, ich tauche ein in die Vergangenheit und genieße dazu ein gutes Glas Wein zum Aperitif.
Zum Mittagessen geht es zu „Chez Marie“ : eine farbenfrohe und gemütliche Einrichtung, gute Stimmung und dann noch die Gerichte, die mit frischen Zutaten von lokalen Produzenten zubereitet werden. Gemüse aus biologischem Anbau, Wurstwaren mit AOP-Siegel (geschützte Ursprungsbezeichnung), Kalbs- und Rindfleisch aus biologischer Erzeugung, natürlich korsische Käse und Weine – alles ist vorhanden für eine authentische und familiäre Küche! Ich entscheide mich für frittierte Tintenfischringe als Vorspeise, danach Spaghetti Carbonara und zum Abschluss eine Tarte Tatin, die die größten Konditoren erblassen lässt.
Am Nachmittag erwartet mich eine ungewöhnliche Besichtigung: ein vitaminreicher Besuch einer Zitrusfruchtplantage im Weiler von Muniglia „E Rondoline“, der zur Gemeinde Antisanti gehört: Hier gibt es Clementinen mit IGP-Siegel (geschützte Herkunft), Kaviarlimette, Limetten, Orangen und vieles mehr. Claudine und Laurent sind begeistert von Zitrusfrüchten und insbesondere von Clementinen. Mit großer Freude zeigen sie mir bei einem vitaminreichen Spaziergang durch ihre Obstplantage ihren Arbeitsplatz. Als Nachmittagsimbiss genieße ich eine Verkostung von Canistrelli und hausgemachter Marmelade, die aus vor Ort geernteten Früchten hergestellt wird.
Zum Ende des Nachmittags steht Geschichte auf dem Programm: das Museum von Aleria und seine antike Stätte. Als ich am Fort von Aleria ankomme, beeindruckt mich der starke Kontrast: Die Oberstadt, Zeuge einer römischen und etruskischen Vergangenheit, bewahrte ihre alten Mauern, während die moderne Unterstadt in die Zukunft gerichtet ist.
Hier hat man einen freien Blick auf die schneebedeckten Berge auf der einen Seite und das tiefblaue Mittelmeer auf der anderen Seite. Der Besuch des Museums ist beeindruckend: Vasen, Schwerter, Bronzen, Geschirr – alles zeugt von einer fernen Vergangenheit. Ich schaue mir die vier Räume an, die den Ausgrabungen der Gräber der vorrömischen Nekropole gewidmet sind. Dann begebe ich mich über Felder zu der antiken Stätte. Die Landschaft und ihre Zypressen erinnern mich an die benachbarte Toskana. Die bei jahrelangen Ausgrabungen zutage getretenen Ruinen zeugen davon, wie Alalia (Aleria) etwa 1.000 Jahre vor Christus aussah. Ein bezaubernder Ort aus einer anderen Zeit.
Le soir venant, c’est au « Mare e Monti » chambre d’hôtes situées à Maison Pieraggi, à quelques kilomètres de Ghisonaccia, que je choisis de passer la nuit. A mon arrivée c’est apéritif offert par la maison ! Après l’installation en chambre, confortable et chaleureuse comme j’aime, le dîner m’attend : ce soir ce sera légumes du jardin et spuntinu (fromage, charcuterie et vin soigneusement choisis). Les propriétaires, très engagés écologiquement m’expliquent la philosophie des lieux : maison équipée de chauffe-eau solaire, installation de toilettes sèches, et pour leur usage personnel une douche alimentée par l'eau agricole et incitation au tri grâce à la distribution de sacs prévus à cet usage. Dans le jardin c’est compost et poulailler pour les déchets alimentaires ! C’est après une bonne nuit de sommeil, et après un solide petit déjeuner, lui aussi a base de produits « maison » que je repars détendue et reposée prête à affronter une nouvelle semaine de travail !
Als der Abend gekommen ist, entschließe ich mich, in den Gästezimmern von „Mare e Monti“ in der Maison Pieraggi, wenige Kilometer von Ghisonaccia entfernt, die Nacht zu verbringen. Bei meiner Ankunft gibt es einen vom Haus angebotenen Aperitif! Nachdem ich mich in meinem komfortablen und gemütlichen Zimmer – ganz so, wie ich es liebe – eingerichtet habe, erwartet mich das Abendessen: Heute Abend gibt es Gartengemüse und ein Spuntinu (sorgsam ausgewählte Käse, Wurst und Wein). Die Eigentümer setzen sich sehr für Umweltschutz ein. Sie erklären mir die Philosophie des Ortes: Das Haus ist mit Solar-Warmwasserbereitern ausgestattet. Es gibt Trockentoiletten und sie selbst nutzen eine Dusche, die mit landwirtschaftlichem Wasser gespeist wird. Außerdem ermuntern sie zur Mülltrennung und geben zu diesem Zweck Müllsäcke aus. Im Garten landen die Lebensmittelabfälle auf dem Kompost und im Hühnerstall. Nach einer erholsamen Nacht und nach einem soliden Frühstück, ebenfalls mit hausgemachten Produkten, kehre ich entspannt und erholt nach Hause zurück – bereit für eine neue Arbeitswoche!
Chez Marie
Chambre d'hôtes Mare Monti
Clos Canereccia