FUNTANELLA

Stätte und Denkmal : Brunnen

ORETA, 20233 Pietracorbara

Webseite : www.pietracorbara.fr


Präsentation

Der "kleine Brunnen" hat eine Besonderheit: Er liegt genau im Süden. Außerdem befindet er sich auf halbem Weg zwischen den Weilern Orneto und Oreta suprana. Er wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegt. Die Jahreszahlen 1877 oder 1878 sind an der Rückwand zu sehen. Zwei elegante Nischen rahmen die zentrale Nische ein, die in Wirklichkeit der Zugang zum Sammelbecken der Quelle ist. Ein kleiner Mann betrat sie einmal im Jahr, um sie zu reinigen und die Wurzeln zu entfernen, die den ordnungsgemäßen Abfluss des Wassers behinderten. Auf dem schönen Stein (Cipolin) der beiden Seitenbänke (e spangette) wurden ungeschickt Buchstaben eingemeißelt: DA auf der linken Seite, L-C, LD auf der rechten Seite. Man erzählt sich, dass sich die Liebenden dort unter dem Gewölbe trafen, wo sie vor Blicken geschützt waren. Sie ritzten nebeneinander den einzigen Buchstaben ihres Vornamens als Versprechen in den Stein. Die Gewölbe sind mit Strichen, Spuren und Graffiti übersät. Über dem östlichen Pfeiler (rechts) befindet sich ein kleines Quadrat aus acht Löchern. Es handelt sich dabei um die Spuren eines Steinmetzwerkzeugs (der sogenannte Stockhammer). Die Hauptsteine wurden im Steinbruch behauen, aber sie wurden an Ort und Stelle angepasst.

Links vom Gewölbe, an der heute erneuerten Wand, diente eine abgerundete Schieferplatte als Bank für die Wasserträgerinnen, die darauf warteten, dass sich der broccu -die Kanne- oder der stagnone -der Eimer- füllte. Die Utensilien wurden meist auf dem Kopf getragen, was den "Trägerinnen" eine königliche Haltung verlieh. Ein zotteliger Saucenlorbeer steht dem Brunnen gegenüber. Gegenüber, auf dem zweiten Hügel, fällt ein flacher Felsen auf, der wie ein Auswuchs auf der weichen Linie der Landschaft liegt. Es ist eine Art Tisch, den die Alten "a merendiccia" nannten, ein Ort, an dem man im Freien zu Mittag essen konnte (man sprach damals noch nicht von Picknick!). Dieser Brunnen gehörte den Bewohnern des Orneto, die sich hier das Wasser für die Mahlzeiten und die Hausarbeit holten. Man muss sich oberhalb des Brunnens einen Obstgarten, einen Weinberg und dann, wie heute, Korkeichen vorstellen, die das Grundstück säumten. Françoise Antoni erzählt: "Über dem Brunnen hatte mein Urgroßvater François Bartolomei, der Seemann war und während seines Landurlaubs immer wieder ins Dorf zurückkehrte, einen Steintisch aufgestellt. Wenn die Dorfbewohner zum Wasserholen kamen, lud er sie zum Aperitif ein: Anisette oder lokaler Wein für die Männer, Grenadine für die Frauen. Danach nahm er seine Gartenarbeit wieder auf".
GEMEINDEPIEPIETRACORBARA

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Ziel

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